Von Hand lohnt sich die Arbeit dort, wo Feinheiten zählen: juristische und medizinische Texte, Material mit Ihrer eigenen Stimme, Texte mit einer Entscheidung darin. Ein Mensch kennt den Zusammenhang und merkt, was in der Vorlage fehlt und was weg kann.
Die KI gewinnt bei Tempo und Routine: Dutzende Produktbeschreibungen, ein Entwurf im anderen Ton, ein langer Text, der kürzer werden soll. Sie taugt auch als zweite Meinung, wenn die eigene Formulierung klemmt und ein fremder Vorschlag die Richtung zeigt. Wie gut dieser Entwurf wird, hängt stark davon ab, wie die Aufgabe formuliert ist — wirkt das Ergebnis zu allgemein, hilft meist schneller ein Blick darauf, wie man einen guten Prompt schreibt, als ein erneuter Versuch.
Das Ergebnis der KI prüfen Sie wie einen fremden Text, in derselben Reihenfolge: Fakten und Zahlen, Fachbegriffe, fehlende Bedingungen, neue Behauptungen, die in der Vorlage nicht standen. Lesen Sie zusätzlich laut vor: Modelle mögen glatte Wendungen ohne Inhalt — welche weiteren Anzeichen es dafür gibt und wie man einen solchen Text lebendig macht, ist in einem eigenen Beitrag behandelt.
Zwei Stellen gehen besonders oft schief. Erstens die Einschränkungen: Ein „ab drei Stück“ verschwindet leicht, und der Text verspricht mehr als die Quelle. Zweitens der Ton: Aus einem vorsichtigen „kann senken“ wird ein sicheres „senkt“. Beides finden Sie nur im Abgleich mit Ihren Kernaussagen, nicht beim Lesen der schönen Fassung.
Am praktischsten ist die Kombination: Gliederung und Kernaussagen von Ihnen, der grobe Durchgang von der Maschine, die Endfassung wieder von Ihnen. Schreiben Sie den Text im KI-Rewriter von iBro um und gehen Sie danach die Schritte vier bis sechs durch. Klingt das Ergebnis trocken, hilft ein eigener Durchgang — Stil und Lesbarkeit verbessern.